Technisches SEO ~11 Min. Lesezeit

Hreflang

Das hreflang-Attribut zeigt Google Sprach- und Regionsvarianten einer Seite. Syntax, Einbau im HTML, per Sitemap oder HTTP-Header und typische Fehler.

Hreflang ist ein HTML-Attribut, das Suchmaschinen mitteilt, welche Sprach- und Regionsvarianten einer Webseite existieren. Google führte das Attribut 2011 ein, um mehrsprachige und multiregionale Websites korrekt in den Suchergebnissen auszuspielen. John Mueller (Google) bezeichnete hreflang 2018 als “einen der komplexesten Aspekte der Suchmaschinenoptimierung.” Google und Yandex verarbeiten hreflang-Annotationen vollständig. Bing behandelt das Attribut als schwaches Signal und stützt sich primär auf den Content-Language HTTP-Header, Länderdomain-Signale und das html-lang-Attribut.

Was ist das hreflang-Attribut?

Das hreflang-Attribut (vollständig: rel="alternate" hreflang="x") ist eine Sprach-Annotation, die einer Suchmaschine signalisiert, welche alternativen Sprachversionen oder Regionsvarianten einer URL existieren. Google nutzt diese Information, um Nutzern in den Suchergebnissen die passende Version anzuzeigen: deutsche Nutzer sehen die deutsche Seite, französische Nutzer die französische.

Hreflang ist ein Signal, keine Direktive. Google kann die Annotation berücksichtigen, ist aber nicht daran gebunden. Wenn andere Signale (Inhalt, Links, Nutzerverhalten) widersprechen, übersteuert Google die hreflang-Empfehlung. Das unterscheidet hreflang von harten Anweisungen wie einem 301-Redirect.

Zwei zwingende Regeln gelten für jede hreflang-Implementierung:

  • Bidirektionale Verlinkung: Wenn Seite A auf Seite B verweist, muss Seite B zurück auf Seite A verweisen. Fehlt die Rückverlinkung, ignoriert Google die gesamte Annotation.
  • Self-Referencing: Jede Seite muss sich selbst als Sprachvariante referenzieren. Eine deutsche Seite enthält einen hreflang-Tag, der auf sich selbst zeigt, neben den Tags für alle anderen Sprachversionen.

Die Regeln sind klar. Doch die Syntax erfordert Präzision bei Sprach- und Ländercodes.

Wie ist die hreflang-Syntax aufgebaut?

Der hreflang-Wert besteht aus einem Sprachcode nach ISO 639-1 (zwei Buchstaben) und optional einem Ländercode nach ISO 3166-1 Alpha-2 (zwei Buchstaben). Die Kombination definiert, für welche Sprache und Region eine Seite bestimmt ist.

Acht gängige hreflang-Werte im Überblick:

hreflang-WertBedeutungAnwendungsfall
deDeutsch (alle Regionen)Einzige deutschsprachige Version
de-DEDeutsch (Deutschland)Unterschiedliche Versionen für DE, AT, CH
de-ATDeutsch (Österreich)Regionale Preise, Begriffe, Inhalte
de-CHDeutsch (Schweiz)CHF-Preise, Schweizer Rechtschreibung
enEnglisch (alle Regionen)Einzige englischsprachige Version
en-USEnglisch (USA)USD-Preise, US-spezifische Inhalte
en-GBEnglisch (Grossbritannien)GBP-Preise, britische Rechtschreibung
x-defaultStandardversion / FallbackNutzer ohne passende Sprachversion

Drei häufige Fehler bei der Codeauswahl verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  • GB statt UK: Der ISO-Code für Grossbritannien lautet GB, nicht UK. UK ist in ISO 3166 reserviert, aber kein gültiger Alpha-2-Ländercode (der Code für Ukraine lautet UA). Google erkennt en-UK nicht als gültige hreflang-Annotation.
  • Kein eu-Code: Die Europäische Union hat keinen gültigen ISO-3166-Ländercode. de-EU ist ungültig.
  • Schriftvarianten bei Chinesisch: Vereinfachtes Chinesisch nutzt zh-Hans, traditionelles Chinesisch zh-Hant. Diese Schrift-Subtags sind im BCP-47-Standard (RFC 5646) definiert, der Schriftcodes aus ISO 15924 übernimmt.

Die Syntax definiert das “Was”. Die Implementierungsmethode bestimmt das “Wo”.

Welche drei Implementierungsmethoden gibt es?

Google akzeptiert drei Wege, um hreflang-Annotationen bereitzustellen. Jede Methode eignet sich für unterschiedliche Szenarien.

Die verbreitetste Methode platziert <link rel="alternate" hreflang="x" href="URL" /> Elemente im <head> jeder Seite. Jede Sprachversion listet alle anderen Versionen auf, inklusive sich selbst.

<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://example.com/de/seite/" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://example.com/en/page/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/en/page/" />

HTML-Tags eignen sich für Websites mit bis zu 20 Sprachversionen. Bei mehr Varianten wächst der HTML-Head erheblich, was die Dateigrösse und damit die Ladezeit beeinflusst.

HTTP-Header

Der HTTP-Header Link transportiert hreflang-Annotationen ausserhalb des HTML-Codes. Diese Methode eignet sich für Nicht-HTML-Ressourcen wie PDFs, die keinen <head>-Bereich haben.

Link: <https://example.com/de/dokument.pdf>; rel="alternate"; hreflang="de",
      <https://example.com/en/document.pdf>; rel="alternate"; hreflang="en"

HTTP-Header erfordern Zugang zur Serverkonfiguration (Nginx, Apache) oder eine Middleware-Lösung. Die Methode skaliert besser als HTML-Tags, weil sie die Seitengrösse nicht beeinflusst.

XML-Sitemap

Die Sitemap-Methode bündelt alle hreflang-Annotationen in einer zentralen Datei. Jede URL wird mit ihren Sprachvarianten in einem <url>-Block zusammengefasst.

<url>
  <loc>https://example.com/de/seite/</loc>
  <xhtml:link rel="alternate" hreflang="de" href="https://example.com/de/seite/" />
  <xhtml:link rel="alternate" hreflang="en" href="https://example.com/en/page/" />
  <xhtml:link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/en/page/" />
</url>

Die Sitemap-Methode eignet sich für grosse Websites mit Hunderten oder Tausenden URL-Paaren. Änderungen erfolgen zentral in einer Datei, statt auf jeder einzelnen Seite. Google kombiniert hreflang-Signale aus mehreren Methoden (z.B. HTML-Tags und Sitemap gleichzeitig). Voraussetzung: Die Angaben müssen konsistent sein. Widersprüchliche Annotationen zwischen Methoden führen dazu, dass Google die betroffenen Signale verwirft.

Neben den drei Sprachversionen existiert eine vierte Annotation mit besonderer Funktion: x-default.

Was ist x-default und wann wird es eingesetzt?

x-default ist ein spezieller hreflang-Wert, den Google und Yandex 2013 gemeinsam eingeführt haben. Er markiert die Standardversion einer Seite für Nutzer, deren Sprache oder Region keiner vorhandenen Variante entspricht.

Zwei typische Einsatzszenarien verdeutlichen den Nutzen von x-default:

  • Sprachauswahl-Seite: Eine Website leitet Nutzer ohne passende Sprachversion auf eine Auswahlseite mit Flaggen oder Sprachlinks. Diese Auswahlseite erhält das x-default-Tag.
  • Englische Fallback-Version: Websites ohne Sprachauswahl-Seite deklarieren die englische Version als x-default. Nutzer aus Ländern ohne eigene Sprachversion sehen automatisch die englische Seite.

x-default ersetzt nicht die sprachspezifischen hreflang-Tags. Die englische Seite hat sowohl hreflang="en" als auch hreflang="x-default", wenn sie als Fallback dient. Ohne x-default wählt Google selbst, welche Version Nutzern ohne passende Sprache angezeigt wird.

Die Wahl der URL-Struktur beeinflusst, wie hreflang-Annotationen aufgebaut werden.

Welche URL-Struktur passt zu hreflang?

Drei Architekturmodelle existieren für mehrsprachige Websites. Jedes Modell hat Auswirkungen auf die hreflang-Implementierung, die Domainautorität und das Crawl Budget.

ModellBeispielVorteileNachteile
ccTLD (Länderdomain)example.de, example.frStarkes Geotargeting-Signal, Vertrauen bei lokalen NutzernJede Domain baut eigene Autorität auf, höherer Verwaltungsaufwand
Subdomainde.example.comGetrennte Serverstandorte möglich, flexibelAutorität verteilt sich, Google behandelt Subdomains als separate Properties
Unterverzeichnisexample.com/de/Gesamte Domain profitiert von einer Linkautorität, einfachste VerwaltungGeotargeting-Signal schwächer als bei ccTLDs

Unterverzeichnisse (/de/, /en/, /fr/) bieten für die meisten Websites das beste Verhältnis aus Aufwand und Wirkung. Die gesamte Linkautorität bleibt auf einer Domain. Hreflang-Annotationen verweisen zwischen Unterverzeichnissen auf derselben Domain, was bidirektionale Links vereinfacht.

Hreflang wird häufig mit Canonical Tags verwechselt. Beide Attribute steuern, wie Google mit mehreren Versionen einer Seite umgeht, aber auf grundlegend unterschiedliche Weise.

Was ist der Unterschied zwischen hreflang und Canonical Tag?

Hreflang und Canonical Tag lösen verschiedene Probleme. Hreflang zeigt Google Sprachvarianten desselben Inhalts. Der Canonical Tag zeigt Google die bevorzugte Version unter mehreren identischen oder sehr ähnlichen URLs.

AttributFunktionZiel
hreflangVerknüpft Sprachversionen einer SeiteNutzer sehen die Version in ihrer Sprache
CanonicalDefiniert die Hauptversion unter DuplikatenGoogle indexiert nur die kanonische URL

Beide Attribute arbeiten parallel, nicht gegeneinander. Die deutsche Seite hat einen Canonical Tag, der auf sich selbst zeigt, und hreflang-Tags, die auf alle Sprachversionen verweisen. Ein häufiger Fehler: den Canonical der deutschen Seite auf die englische Version setzen. Google interpretiert das als “die deutsche Seite ist ein Duplikat der englischen” und entfernt die deutsche Version aus dem Index.

Jede Sprachversion kanonisiert sich selbst. Hreflang verbindet die Versionen als gleichwertige Alternativen.

Google und Yandex sind die einzigen Suchmaschinen, die hreflang unterstützen. Bing geht einen anderen Weg.

Welche Suchmaschinen unterstützen hreflang?

Google und Yandex verarbeiten hreflang-Annotationen vollständig. Bing behandelt hreflang als schwaches Signal und stützt sich primär auf drei alternative Signale: den Content-Language HTTP-Header, die Länderdomain (ccTLD) und das html-lang-Attribut im <html>-Tag.

Drei Implikationen ergeben sich aus dieser Unterscheidung:

  • html-lang-Attribut immer setzen: <html lang="de"> ist unabhängig von hreflang sinnvoll, weil Bing, Screenreader und Übersetzungstools es auswerten.
  • Content-Language Header konfigurieren: Der HTTP-Header Content-Language: de unterstützt Bings Spracherkennung. Er ersetzt hreflang nicht für Google, ergänzt aber die Signalbreite.
  • ccTLDs als stärkstes Geotargeting: Bing gewichtet Länderdomains (.de, .fr, .co.uk) schwerer als Unterverzeichnisse oder Subdomains. Websites, die auf Bing-Traffic angewiesen sind, profitieren von einer ccTLD-Strategie.

Die korrekte Implementierung ist nur der erste Schritt. Ohne regelmässige Validierung schleichen sich Fehler ein, die Google dazu bringen, hreflang-Annotationen zu ignorieren.

Wie lässt sich eine hreflang-Implementierung prüfen?

Drei Werkzeuge decken die häufigsten hreflang-Fehler auf, jeweils mit unterschiedlichem Fokus.

Google Search Console

Der Bericht “Internationale Ausrichtung” in der Google Search Console zeigt hreflang-Fehler auf Domain-Ebene. Google meldet fehlende Rückverlinkungen, ungültige Sprachcodes und hreflang-Tags, die auf nicht indexierbare Seiten (404, noindex, Redirect) verweisen.

Screaming Frog und Sitebulb

Crawling-Tools wie Screaming Frog prüfen hreflang-Annotationen seitenübergreifend. Screaming Frog identifiziert fehlende Self-References, nicht-reziproke Verweise, inkonsistente Canonical-hreflang-Kombinationen und Annotationen, die auf URLs mit Status 301 oder 404 zeigen.

Aleyda Solis Hreflang Tags Generator

Der kostenlose Hreflang Tags Generator von Aleyda Solis erstellt korrekte hreflang-Annotationen auf Basis eingegebener URLs und Sprachcodes. Das Tool eignet sich als Ausgangspunkt für manuelle Implementierungen und als Validierung bestehender Tags.

Empfohlene Prüffrequenz: alle 3 bis 6 Monate, nach jeder Migration und nach dem Hinzufügen neuer Sprachversionen. Selbst korrekt implementierte Annotationen können durch Seitenänderungen, gelöschte URLs oder Redirect-Aktualisierungen fehlerhaft werden.

Die Validierung zeigt, ob die Technik stimmt. Doch welche Fehler treten in der Praxis am häufigsten auf?

Welche hreflang-Fehler passieren am häufigsten?

Zehn Implementierungsfehler tauchen in hreflang-Audits regelmässig auf. Die ersten fünf betreffen die Grundstruktur, die übrigen fünf sind fortgeschrittene Probleme:

  1. Fehlende Rückverlinkung: Seite A verweist auf Seite B, aber Seite B nicht zurück auf Seite A. Google ignoriert die gesamte Annotation beider Seiten. Jede hreflang-Verknüpfung muss bidirektional sein.
  2. Fehlender Self-Reference: Eine Seite listet alle Sprachversionen auf, vergisst aber sich selbst. Google erwartet, dass jede Seite einen hreflang-Tag enthält, der auf die eigene URL zeigt.
  3. Falsche ISO-Codes: en-UK statt en-GB ist der häufigste Codefehler. UK ist der ISO-Code für die Ukraine, GB steht für Grossbritannien. Ebenso ungültig: de-EU, en-EU oder frei erfundene Codes.
  4. Relative statt absolute URLs: Hreflang-Tags erfordern vollständige URLs inklusive Protokoll (https://). Relative Pfade wie /de/seite/ ohne Domain sind ungültig.
  5. Fehlendes x-default: Ohne x-default entscheidet Google selbst, welche Version Nutzern ohne passende Sprachvariante angezeigt wird. Das Ergebnis ist unvorhersehbar.
  6. Canonical-Konflikte: Der Canonical Tag einer Sprachversion zeigt auf eine andere Sprachversion (z.B. deutsch kanonisiert auf englisch). Google interpretiert das als Duplikat und entfernt die "falsche" Version aus dem Index.
  7. Hreflang auf noindex-Seiten: Hreflang-Tags, die auf Seiten mit noindex-Meta-Tag verweisen, erzeugen einen Widerspruch. Google soll die Seite gleichzeitig nicht indexieren und als Sprachvariante erkennen.
  8. Hreflang nur auf der Startseite: Hreflang-Annotationen gehören auf jede Seite mit Sprachvarianten, nicht nur auf die Homepage. Unterseiten ohne hreflang werden von Google nicht korrekt zugeordnet.
  9. Widersprüchliche Methoden: HTML-Tags und Sitemap-Annotationen parallel einsetzen ist erlaubt, solange die Angaben konsistent sind. Widersprechen sich die Methoden (z.B. unterschiedliche Ziel-URLs), verwirft Google die betroffenen Signale.
  10. Veraltete Annotationen nach Änderungen: Gelöschte Seiten, geänderte URLs oder neue Sprachversionen machen bestehende hreflang-Tags ungültig. Ohne regelmässige Prüfung akkumulieren sich Fehler, die Google dazu bringen, die gesamte Annotation einer Domain weniger ernst zu nehmen.

Neben der korrekten Technik stellt sich die Frage, wie hreflang tatsächlich auf Rankings, Crawling und Indexierung wirkt.

Wie wirkt sich hreflang auf SEO aus?

Hreflang beeinflusst drei SEO-Bereiche: Suchergebnis-Zuordnung, Duplicate-Content-Behandlung und Crawl-Budget-Verteilung.

Suchergebnis-Zuordnung

Hreflang bestimmt nicht, ob eine Seite rankt, sondern welche Sprachversion in welchem Land angezeigt wird. Google-Mitarbeiter John Mueller hat mehrfach bestätigt, dass hreflang keinen direkten Einfluss auf die Ranking-Position hat. Der indirekte Effekt ist dennoch erheblich: Nutzer, die die Seite in ihrer Sprache sehen, interagieren besser (niedrigere Absprungrate, höhere Verweildauer), was langfristig die Nutzersignale stärkt.

Duplicate-Content-Prävention

Ohne hreflang behandelt Google identische oder sehr ähnliche Inhalte auf verschiedenen URLs als Duplikate. Eine deutsche und eine österreichische Seite mit weitgehend identischem Text konkurrieren dann gegeneinander. Hreflang signalisiert Google, dass beide Versionen gewollt sind und für unterschiedliche Zielgruppen existieren.

Crawl-Budget-Effizienz

Korrekte hreflang-Annotationen helfen Googlebot, die Beziehung zwischen Sprachversionen schneller zu verstehen. Das reduziert unnötiges Crawling von Sprachvarianten, die Google sonst als potenzielle Duplikate behandeln und wiederholt abrufen würde.

Häufig gestellte Fragen zu Hreflang

Brauche ich hreflang, wenn meine Website nur eine Sprache hat?

Nein. Hreflang ist ausschliesslich für Websites relevant, die denselben oder ähnlichen Inhalt in mehreren Sprachen oder für mehrere Regionen bereitstellen. Eine rein deutschsprachige Website ohne regionale Varianten benötigt keine hreflang-Annotation.

Funktioniert hreflang zwischen verschiedenen Domains?

Ja. Hreflang funktioniert domainübergreifend. Eine Annotation kann von example.de auf example.fr verweisen. Die bidirektionale Verlinkung bleibt Pflicht: example.fr muss zurück auf example.de verweisen.

Überträgt hreflang Linkautorität zwischen Sprachversionen?

Nein. Jede Sprachversion baut eigene Linkautorität auf. Hreflang verknüpft die Versionen für die Suchergebnis-Zuordnung, überträgt aber keine Ranking-Signale oder Linkpower zwischen den URLs.

Beeinflusst hreflang die Ladegeschwindigkeit?

Bei HTML-Implementierung ja. Jeder hreflang-Tag fügt dem HTML-Head eine Codezeile hinzu. Bei 30 Sprachversionen wächst der Head um 30 Link-Elemente. Websites mit vielen Varianten profitieren von der Sitemap-Methode, die den HTML-Code nicht belastet.

Wie gehe ich mit regionalen Preisunterschieden in E-Commerce-Shops um?

Regionale Preise, Währungen und Verfügbarkeiten sind ein klassischer hreflang-Anwendungsfall. Ein Shop mit unterschiedlichen Preisen für Deutschland (EUR), Österreich (EUR) und die Schweiz (CHF) nutzt de-DE, de-AT und de-CH, um jeder Region die passende Produktseite zuzuordnen.

Was passiert, wenn ich hreflang entferne?

Google verliert die explizite Zuordnung zwischen Sprachversionen. Die Suchmaschine fällt auf automatische Spracherkennung zurück, was zu falschen Zuordnungen führen kann. Besonders bei inhaltlich ähnlichen Versionen (Deutsch für Deutschland vs. Österreich) steigt das Risiko, dass Google die falsche Version ausspielt oder eine Version als Duplikat behandelt.

Muss ich hreflang aktualisieren, wenn ich eine neue Sprachversion hinzufüge?

Ja. Alle bestehenden Sprachversionen müssen um den hreflang-Tag für die neue Version ergänzt werden. Die neue Version braucht ihrerseits Tags für alle bestehenden Versionen. Fehlt die Aktualisierung, ignoriert Google die Annotation für die neue Sprache.

André Schäfer

Geschrieben von

André Schäfer

Geschäftsführer & SEO-Stratege

André Schäfer (*1990, Kronach) ist Gründer der sagemedia GmbH in Bad Staffelstein. Ehemaliger E-Sportler (n!faculty, deutsches Nationalteam) und seit 2009 im SEO tätig. 2021 gewann er den deutschen SEO-Contest, 2022 Top-5 beim SommerSEO. Sein Fokus: datengetriebene SEO-Strategien mit der Organic-Ovation Methode.

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