Google AI Performance Report: KI-Sichtbarkeit in der Search Console tracken
Der Google AI Performance Report zeigt Impressionen in AI Overviews und AI Mode. Welche Metriken die Search Console liefert und was fehlt.
André Schäfer
Geschäftsführer & SEO-Stratege
Der Google AI Performance Report ist Googles neuer Bericht in der Search Console, der die Sichtbarkeit einer Website in den generativen KI-Funktionen der Suche misst. Seit dem 3. Juni 2026 weist dieser Bericht zur generativen KI aus, wie oft Links zu einer Seite in AI Overviews und im AI Mode erschienen sind. Die einzige Kennzahl ist die Impression, also die Einblendung eines Treffers in einer KI-Antwort.
Damit schließt der KI-Leistungsbericht eine Messlücke, die seit dem Start von Googles KI-Antworten bestand. Wer Inhalte in der KI-Übersicht zitiert sah, konnte das bisher nur über Drittanbieter oder manuelle Stichproben nachvollziehen. Google liefert die Daten nun direkt in der gewohnten Oberfläche.
Der Google AI Performance Report rollt zunächst an eine Teilmenge der Konten aus, beginnend bei Website-Betreibern im Vereinigten Königreich. Dieser Beitrag erklärt, welche Metriken der Bericht zeigt, welche Daten fehlen, wie der Aufruf in der Search Console funktioniert und wie sich die Impressionsdaten für die eigene KI-Strategie nutzen lassen.
Was ist der Google AI Performance Report?
Der Google AI Performance Report ist ein eigener Bericht in der Search Console, der Impressionen einer Website ausschließlich innerhalb generativer KI-Funktionen der Google-Suche ausweist. Google stellte den Bericht am 3. Juni 2026 vor und trennt darin die KI-Sichtbarkeit erstmals von den klassischen organischen Treffern.
Eine Impression zählt im Bericht jedes Mal, wenn ein Link zur Website einem Nutzer innerhalb einer KI-Antwort angezeigt wird. Die zugrunde liegenden Antworten erzeugt Gemini, Googles multimodales Sprachmodell, das aus mehreren Webquellen eine zusammengefasste Antwort bildet und die herangezogenen Seiten als Quellen verlinkt.
Welche KI-Funktionen erfasst der Google AI Performance Report?
Der Bericht für die Suche erfasst zwei generative Funktionen: AI Overviews und den AI Mode. AI Overviews sind die KI-Antwortboxen oberhalb der organischen Treffer, der AI Mode ist Googles dialogorientierte Sucherfahrung mit längeren, mehrteiligen Anfragen.
Generative KI-Funktionen in Google Discover laufen über einen eigenen, separaten Bericht und tauchen nicht im Suchbericht auf. Experimente aus den Search Labs bleiben ebenfalls ausgeschlossen, sodass nur regulär ausgespielte KI-Antworten in die Zahlen einfließen.
Welche dieser Funktionen tatsächlich Sichtbarkeit erzeugt, lässt sich nur über die einzelnen Metriken des Berichts ablesen.
Welche Metriken zeigt der Google AI Performance Report?
Der Google AI Performance Report zeigt als einzige Metrik die Impressionen und schlüsselt sie über vier Dimensionen auf. Klicks oder Rankingpositionen enthält der Bericht nicht, der Fokus liegt vollständig auf der Einblendungshäufigkeit in KI-Antworten.
Der Bericht verteilt die Impressionen auf vier Dimensionen, die jede für sich eine andere Chance oder Schwachstelle der KI-Sichtbarkeit offenlegt:
- Seiten: Gruppiert die Impressionen nach der finalen URL nach Weiterleitungen und ordnet sie der kanonischen Adresse zu, sodass erkennbar wird, welche Inhalte in KI-Antworten landen.
- Länder: Ordnet die Einblendungen dem Land zu, aus dem die Suchanfrage stammt, und zeigt damit die geografische Verteilung der KI-Sichtbarkeit.
- Geräte: Trennt nach Desktop, Tablet und Mobilgerät, allerdings nur im Suchbericht und nicht im Discover-Pendant.
- Datum: Gruppiert die Daten nach Tagen, Wochen oder Monaten in der Zeitzone Pacific Time, die jüngsten Werte sind als vorläufig markiert.
Die jüngsten Datenpunkte erscheinen im Diagramm als gepunktete Linie, weil Google sie noch einsammelt und sich die Werte innerhalb von Stunden verschieben können. Wie der klassische Leistungsbericht begrenzt auch dieser Report die Ausgabe auf maximal 1.000 Zeilen pro Ansicht.
So detailliert die vier Dimensionen die Impressionen aufschlüsseln, eine zentrale Kennzahl fehlt im Bericht vollständig.
Welche Daten fehlen im Google AI Performance Report?
Dem Google AI Performance Report fehlen Klickdaten und Suchanfragen auf Query-Ebene. Der Bericht zeigt, wie oft eine Seite in einer KI-Antwort erschien, aber nicht, wie viele Nutzer von dort auf die Website klickten oder welche Suchbegriffe die Einblendung auslösten.
Diese Lücke wiegt schwer, weil eine Impression ohne Klick keinen Aufschluss über tatsächlichen Traffic gibt. Google begründet den eingeschränkten Datensatz mit der frühen Phase und erklärt, man arbeite weiter mit Website-Betreibern daran, zu verstehen, welche Erkenntnisse am hilfreichsten sind. Weitere Metriken sollen mit der Zeit folgen.
Bis dahin bleibt die Impression eine reine Reichweitenkennzahl. Wer den vollständigen Effekt der KI-Antworten verstehen will, muss die Impressionsdaten mit dem gesamten Traffic abgleichen und die Entwicklung der eigenen Auffindbarkeit ganzheitlich beobachten, statt sich auf eine einzelne Zahl zu verlassen.
Diese Lücke erklärt sich auch aus der bewussten Abgrenzung zum vertrauten Leistungsbericht der Suche.
Wie unterscheidet sich der Report vom klassischen Search-Performance-Bericht?
Der Google AI Performance Report isoliert die Sichtbarkeit innerhalb der KI-Funktionen, während der klassische Leistungsbericht die Performance in den regulären Suchergebnissen abbildet. Beide Berichte stehen nebeneinander und vermischen ihre Daten nicht.
Im klassischen Bericht stehen Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position für die organischen Treffer, die blauen Links. Der KI-Bericht reduziert diesen Umfang auf die Impression und bezieht sie ausschließlich auf AI Overviews und den AI Mode. Eine Seite kann damit in den KI-Antworten häufig erscheinen, ohne in den klassischen Top-Treffern zu ranken, und umgekehrt.
Genau diese Trennung macht den Bericht wertvoll, denn die Zitierung in KI-Antworten folgt einer eigenen Logik. Nur ein Bruchteil der in AI Overviews zitierten Seiten rankt parallel in den klassischen Top 10, weshalb getrennte Daten überhaupt erst eine getrennte Bewertung erlauben.
Wo genau dieser separate KI-Bereich in der Oberfläche sitzt, zeigt der Weg durch die Search Console.
Wie rufst du den Google AI Performance Report auf?
Der Google AI Performance Report sitzt im Leistungsbereich der Search Console als eigene Ansicht neben dem Bericht für die Suchergebnisse. Der Aufruf erfordert ein bestätigtes Property und ein Konto, für das die Funktion bereits freigeschaltet ist.
Der Weg zum Bericht führt in drei Schritten durch das kostenlose Analyse-Werkzeug von Google:
- Leistungsbereich öffnen: In der linken Navigation der Search Console den Bereich für Berichte und Tools aufrufen und dort die Leistungsberichte wählen.
- Generative KI auswählen: Den Bericht zur generativen KI für die Suche anstelle des gewohnten Suchergebnis-Berichts öffnen.
- Zeitraum und Dimension setzen: Den Auswertungszeitraum festlegen und über die Reiter zwischen Seiten, Ländern, Geräten und Datum wechseln.
Erscheint die Ansicht nicht, ist das Property noch nicht in der Ausrollphase enthalten. In diesem Fall bleibt nur, regelmäßig zu prüfen, ob Google den Bericht freigeschaltet hat.
Neben dem reinen Auslesen der Daten gibt Google Website-Betreibern eine zweite Stellschraube an die Hand, die über die Messung hinausgeht.
Wie funktioniert die Opt-out-Option für KI-Funktionen?
Die Opt-out-Option ist ein Schalter, mit dem eine Website ihre Inhalte aus den generativen KI-Funktionen ausschließen kann, ohne ihre Position in den klassischen Suchergebnissen zu verlieren. Google testet diese Steuerung parallel zum neuen Bericht.
Aktiviert ein Betreiber den Schalter, erhält die Seite keine Impressionen und keinen Traffic mehr aus AI Overviews, dem AI Mode und den KI-Übersichten in Discover. Google stellt zugleich klar, dass die Entscheidung kein Rankingsignal für die regulären Treffer ist und eine ausgeschlossene Seite nicht in den blauen Links nach unten rutscht.
Der Verzicht hat dennoch Gewicht, denn die KI-Funktionen erreichen eine enorme Reichweite. Der AI Mode überschritt im Mai 2026 eine Milliarde monatliche Nutzer, AI Overviews bewegen sich im Bereich von mehreren Milliarden. Ein Ausschluss bedeutet, auf diese gesamte Sichtbarkeitsfläche zu verzichten, weshalb die Entscheidung eine strategische und keine technische ist.
Ob diese Steuerung und der Bericht selbst im eigenen Konto auftauchen, hängt von der aktuellen Ausrollphase ab.
Für wen ist der Google AI Performance Report verfügbar?
Der Google AI Performance Report steht zum Start nur einer Teilmenge der Search-Console-Konten zur Verfügung, zunächst Website-Betreibern im Vereinigten Königreich. Eine globale Ausweitung hat Google angekündigt, aber weder einen Termin noch die Auswahlkriterien genannt.
Google nutzt die begrenzte Einführung, um den Bericht zu testen und Rückmeldungen einzusammeln, bevor die Funktion breit verfügbar wird. Konten außerhalb der ersten Welle sehen die Ansicht bis dahin nicht, unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Suchvolumen.
Für deutschsprachige Betreiber bedeutet das eine Wartezeit, in der sich die Vorbereitung lohnt. Wer seine Inhalte schon jetzt auf Zitierfähigkeit prüft, kann die Impressionsdaten sofort auswerten, sobald der Bericht im Konto erscheint.
Sobald der Bericht verfügbar ist, entscheidet die Auswertung über seinen tatsächlichen Nutzen.
Wie nutzt du den Google AI Performance Report für deine SEO-Strategie?
Der Google AI Performance Report liefert die Datengrundlage, um Inhalte gezielt auf Sichtbarkeit in KI-Antworten auszurichten. Die Seiten-Dimension zeigt, welche URLs Google bereits in seine Antworten zieht, und macht damit das eigene zitierfähige Material sichtbar.
Drei Auswertungen holen aus den reinen Impressionsdaten konkrete Handlungsansätze heraus:
- Muster erkennen: Die Seiten mit den meisten KI-Impressionen analysieren und ihre Struktur, Klarheit und Faktendichte auf neue Inhalte übertragen.
- Reichweite einordnen: Die Länder-Daten prüfen, um zu verstehen, in welchen Märkten die eigenen Inhalte in KI-Antworten landen.
- Ganzheitlich messen: Die Impressionen mit dem gesamten organischen Traffic abgleichen, da der Bericht selbst keine Klicks ausweist.
Wer die Zahl der Einblendungen steigern will, muss Inhalte so aufbereiten, dass Google sie als Quelle für seine KI-Antworten zitiert. Eigenständige, extraktive Antworten direkt unter klaren Frageüberschriften erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das Sprachmodell eine Passage übernimmt.
Eine technische Voraussetzung steht über allem: Die Seiten müssen für Google erreichbar sein. Wenn Googles Crawler ungehindert auf die Inhalte zugreifen kann und keine Sperre in der robots.txt die KI-Funktionen aussperrt, fließen die Seiten überhaupt erst in die generativen Antworten und damit in den Bericht ein.
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