Google Suchvolumen ermitteln: Vorgehen und Tools

Google Suchvolumen ermitteln

18. Dezember 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Ermittlung des Google-Suchvolumens stehen sowohl Google-eigene Tools wie der Keyword-Planer und Google Trends als auch professionelle SEO-Tools wie Ahrefs, SEMrush oder SISTRIX zur Verfügung.
  • Das Google-Suchvolumen zeigt, wie häufig ein Suchbegriff durchschnittlich pro Monat in der Google-Suche eingegeben wird und dient als zentraler Orientierungswert für SEO, Keyword-Recherche und Content-Planung.
  • Suchvolumen ist kein exakter Messwert, sondern ein modellierter Durchschnitt, der je nach Keyword-Recherche Tool, Datenquelle, Zeitraum und Keyword-Gruppierung unterschiedlich ausfallen kann.
  • Ein hohes Suchvolumen allein garantiert weder gute Rankings noch qualifizierten Traffic, da Wettbewerb, Suchintention, SERP-Features und Conversion-Potenzial entscheidend mitwirken.
  • Besonders Long-Tail-Keywords mit geringerem Suchvolumen, klarer Nutzerabsicht und realistischer Ranking-Chance sind für nachhaltige SEO-Erfolge oft wertvoller als stark umkämpfte High-Volume-Keywords.

Was bedeutet Google Suchvolumen?

Das Google-Suchvolumen bezeichnet die durchschnittliche Anzahl monatlicher Suchanfragen, die Nutzer für ein bestimmtes Keyword in der Suchmaschine Google eingeben. Bei Suchvolumen handelt sich dabei um einen aggregierten Jahresmittelwert, der als Indikator für das grundsätzliche Interesse an einem Suchbegriff dient, jedoch keine direkte Aussage über den realen Website-Traffic zulässt.

Gründe dafür sind unter anderem saisonale Schwankungen der Nachfrage, sogenannte Zero-Click-Searches, bei denen Antworten direkt auf der Suchergebnisseite (SERP) bereitgestellt werden, sowie die Konkurrenz durch organische Treffer und bezahlte Anzeigen.

Selbst bei guten Rankings verteilt sich das Klickpotenzial auf mehrere Positionen, wobei Faktoren wie Ranking-Position, Suchintention, Wettbewerb und SERP-Features maßgeblich die Klickrate beeinflussen.

Das Suchvolumen ist somit eine zentrale Kennzahl der Suchmaschinenoptimierung (SEO), entfaltet seinen tatsächlichen Aussagewert jedoch erst im Zusammenspiel mit Faktoren wie Keyword-Konkurrenz, Nutzerintention und Marktumfeld.

Welche Keyword-Recherche Tools gibt es um das Google Suchvolumen zu ermitteln?

Zur Ermittlung des Google-Suchvolumens stehen verschiedene Keyword-Recherche Tools zur Verfügung, die sich hinsichtlich Datenquelle, Genauigkeit und Analyseumfang unterscheiden. Diese Werkzeuge liefern die Grundlage für fundierte Keyword-Recherchen, SEO-Strategien und die Bewertung der tatsächlichen Nachfrage in der Google-Suche.

1. Google Keyword-Planer
2. Google Trends
3. Professionelle SEO-Tools

  • Google Keyword-Planer: Der Google Keyword-Planer ist ein offizielles Google-Tool und Bestandteil von Google Ads. Er stellt durchschnittliche monatliche Suchvolumen, Wettbewerb und Klickpreise für Keywords bereit und basiert auf realen Google-Suchanfragen. Ohne aktive Werbekampagnen werden die Keyword-Daten häufig nur in Suchvolumen-Spannweiten ausgegeben, bieten jedoch eine verlässliche Orientierung für die grundsätzliche Nachfrage.
  • Google Trends: Google Trends zeigt keine absoluten Suchvolumina, sondern bildet die relative Popularität von Suchbegriffen ab. Google Trends eignet sich besonders zur Analyse von Saisonalität, Trendverläufen, regionalem Interesse und thematisch verwandten Suchanfragen und ergänzt klassische Suchvolumen-Daten um wertvolle Kontextinformationen.
  • Professionelle SEO-Tools: SEO-Suiten wie Ahrefs, SEMrush, SISTRIX, Moz oder Mangools/KWFinder nutzen eigene Datenbanken und Prognosemodelle zur Schätzung des Google-Suchvolumens. Neben der reinen Nachfrage liefern diese Tools Kennzahlen wie Keyword-Difficulty, Wettbewerbsniveau, SERP-Strukturen und Keyword-Cluster und sind daher vor allem für professionelle SEO-Analysen, Agenturen und skalierbare Online-Projekte relevant.

Wie kann man mit dem Google-Keyword-Planner das Google Suchvolumen ermitteln?

Mit dem Google-Keyword-Planner lässt sich das Google-Suchvolumen direkt in Google Ads ermitteln, indem das Tool für jedes Keyword die durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen als historischen 12-Monats-Wert ausweist.

Der Ablauf erfolgt vollständig innerhalb von Google Ads und kombiniert die Keyword-Recherche neuer Suchbegriffe mit der Analyse bestehender Keyword-Listen, um Nachfrage, Wettbewerb und Werbekontext strukturiert zu bewerten.

  • Schritt 1 – Keyword-Planner in Google Ads öffnen: Nach dem Login in das Google-Ads-Konto wird über das Werkzeug-Symbol im Bereich „Planung“ der Keyword-Planner aufgerufen. Dort stehen die beiden zentralen Funktionen „Neue Keywords entdecken“ und „Suchvolumen und Prognosen abrufen“ zur Verfügung.
  • Schritt 2 – Neue Keywords und Suchvolumen analysieren: Über „Neue Keywords entdecken“ werden ein oder mehrere Start-Keywords oder eine URL eingegeben und Ziel-Land, Sprache sowie Netzwerk definiert. In der Ergebnisliste zeigt Google für jedes Keyword das durchschnittliche monatliche Suchvolumen, den Wettbewerb sowie Klickpreise, ergänzt um einen Verlaufs-Chart zur Einordnung von Trends und saisonalen Schwankungen.
  • Schritt 3 – Suchvolumen für bestehende Keyword-Listen abrufen: Mit „Suchvolumen und Prognosen abrufen“ lassen sich eigene Keyword-Listen einfügen oder hochladen. Im Reiter „Bisherige Messwerte“ stellt der Keyword-Planner das historische Suchvolumen dar, wobei Zeitraum, Region und Sprache flexibel angepasst werden können.
  • Schritt 4 – Besonderheiten der Daten korrekt interpretieren: Der Google-Keyword-Planner fasst ähnliche Keyword-Varianten wie Singular, Plural oder nahe Schreibweisen zu Clustern zusammen und weist ein gemeinsames Suchvolumen aus. Ohne aktive oder relevante Google-Ads-Kampagnen werden die Suchvolumen häufig nur als Bandbreiten angegeben, weshalb die Daten in der Praxis oft mit zusätzlichen SEO-Tools kombiniert werden, um eine präzisere Bewertung des Keyword-Potenzials zu erhalten.

Wie kann man mit Ahrefs das Google Suchvolumen ermitteln?

Mit Ahrefs lässt sich das Google-Suchvolumen vor allem über den Keywords Explorer sowie ergänzend über Keyword-Reports im Site Explorer ermitteln, wobei Ahrefs das Volumen als durchschnittliche monatliche Suchanfragen (12-Monats-Durchschnitt) inklusive Trendverlauf ausweist.
Der Ablauf kombiniert die direkte Keyword-Prüfung, den Bulk-Check mehrerer Begriffe und die Ableitung aus Konkurrenzdaten, um Nachfrage, Wettbewerb und realistisches Potenzial sauber einzuordnen.

  • Schritt 1 – Keywords Explorer öffnen und Setup wählen:
    In Ahrefs wird oben der Keywords Explorer geöffnet, anschließend die Suchmaschine Google sowie das Zielland (z. B. Germany) ausgewählt. Diese Länderauswahl ist zentral, weil das Suchvolumen standortabhängig ausgewiesen wird.
  • Schritt 2 – Keyword eingeben und Suchvolumen ablesen:
    Nach Eingabe des Keywords zeigt Ahrefs in der Übersicht das Search volume als durchschnittliche monatliche Anzahl der Google-Suchanfragen an. Zusätzlich liefert die Trend-Kurve einen Verlauf über bis zu 12 Monate, wodurch sich Saisonalität und Nachfrageschwankungen besser bewerten lassen.
  • Schritt 3 – Bulk-Analyse für Keyword-Listen nutzen:
    Für Keyword-Recherchen mit mehreren Begriffen werden die Keywords zeilenweise in den Keywords Explorer eingefügt. Ahrefs erzeugt daraufhin eine Tabelle mit Kennzahlen wie Search volume, Keyword Difficulty (KD) und Traffic potential, sodass sich nicht nur die Nachfrage, sondern auch die erwartbare Reichweite und die Ranking-Hürde vergleichen lassen.
  • Schritt 4 – Keyword-Liste mit Filtern präzisieren:
    Über Filter wie Mindest-Suchvolumen, KD-Grenze oder Wortanzahl wird die Liste auf Keywords mit ausreichender Nachfrage und sinnvoller Konkurrenzsituation reduziert. Dadurch entsteht eine kuratierte Auswahl, die für Content-Planung und SEO-Priorisierung belastbarer ist.
  • Schritt 5 – Konkurrenzanalyse im Site Explorer durchführen:
    Im Site Explorer wird eine Wettbewerber-Domain eingegeben und anschließend in Berichten wie Organic keywords oder Top pages recherchiert. In diesen Tabellen weist Ahrefs für relevante Keywords ebenfalls das Suchvolumen im gewählten Land aus, wodurch sich profitable Themenfelder und bestehende Ranking-Chancen systematisch ableiten lassen.
  • Schritt 6 – Einordnung der Datenquelle und Schätzlogik berücksichtigen:
    Ahrefs nutzt den Google Keyword Planner als Basis und verfeinert die Werte mit eigenen Modellen und historischen Clickstream-Daten; das Suchvolumen bleibt jedoch eine Schätzung auf 12-Monats-Durchschnitt. Genau deshalb ergänzen Metriken wie Traffic potential und der Trendverlauf die reine Volumenangabe und helfen, das tatsächliche Keyword-Potenzial präziser zu interpretieren.

Wie kann man mit Sistrix das Google Suchvolumen ermitteln?

Mit SISTRIX lässt sich das Google-Suchvolumen über das SEO-Modul der Toolbox ermitteln, indem das Tool für jedes Keyword die durchschnittliche monatliche Anzahl der Google-Suchanfragen als 12-Monats-Durchschnitt inklusive saisonalem Verlauf ausweist.
Der Prozess kombiniert die Analyse einzelner Keywords, die Auswertung größerer Keyword-Listen sowie länder- und zeitbezogene Vergleiche, um Nachfrage, Trends und reales Suchpotenzial präzise einzuordnen.

  • Schritt 1 – Keyword im SEO-Modul prüfen:
    In der SISTRIX Toolbox wird das SEO-Modul geöffnet und ein Keyword entweder direkt über die Suche eingegeben oder im Keyword-Bereich ausgewählt. In der Keyword-Detailansicht zeigt SISTRIX das Suchvolumen als durchschnittliche monatliche Suchanfragen sowie einen Verlaufsgrafen, der Nachfrageänderungen und Saisonalität sichtbar macht.
  • Schritt 2 – Keyword-Listen mit Suchvolumen filtern:
    Über Keyword Discovery oder die Keyword-Recherche lassen sich thematisch verwandte Keywords generieren, die in Tabellenform mit einer eigenen Spalte für das Suchvolumen dargestellt werden. Mithilfe von Sortierungen und Filtern nach Suchvolumen, Suchintention, Wettbewerb oder SERP-Features wird die Liste auf Keywords mit relevanter Nachfrage und strategischem Potenzial eingegrenzt.
  • Schritt 3 – Länder- und Zeitvergleiche nutzen:
    In der Keyword-Vergleichs- und Länderauswertung zeigt SISTRIX das Suchvolumen eines Keywords für einzelne Länder sowie die aggregierte weltweite Nachfrage. Ergänzend lässt sich im Zeitverlauf ablesen, wie sich das Suchvolumen monatlich entwickelt, um Trends, Marktveränderungen und saisonale Muster zuverlässig zu identifizieren.
  • Schritt 4 – Suchvolumen korrekt interpretieren:
    SISTRIX definiert das Suchvolumen als Anzahl der Suchanfragen in Google, nicht als Anzahl einzelner Nutzer, und weist die Werte als 12-Monats-Durchschnitt aus. Zusätzlich trennt das Tool klar zwischen Suchvolumen und geschätzten Klicks, da Anzeigen, Direct Answers und SERP-Features den tatsächlichen organischen Traffic maßgeblich beeinflussen.

Wie kann man mit SEMRush das Google Suchvolumen ermitteln?

Mit SEMrush lässt sich das Google-Suchvolumen über mehrere Keyword-Module ermitteln, wobei das Tool für jedes Keyword das durchschnittliche monatliche Suchvolumen der letzten zwölf Monate für Google im jeweils ausgewählten Land ausweist.
Der Workflow verbindet die Analyse einzelner Suchbegriffe, die systematische Auswertung großer Keyword-Sets und die Ableitung von Suchvolumen aus Wettbewerber-Daten, um Nachfrage, Wettbewerb und Marktpotenzial ganzheitlich zu bewerten.

  • Schritt 1 – Keyword-Übersicht aufrufen:
    Im SEMrush-Dashboard wird das gewünschte Keyword in die Suche eingegeben und der Bericht „Keyword-Übersicht“ geöffnet. Dort zeigt SEMrush das Suchvolumen als durchschnittliche monatliche Anzahl der Suchanfragen, ergänzt um Trendverlauf, nationale und globale Nachfrage, CPC sowie Keyword Difficulty, was eine erste Einordnung von Nachfrage und Wettbewerbsintensität ermöglicht.
  • Schritt 2 – Standort und Markt definieren:
    Über die Standortauswahl wird festgelegt, für welches Land oder welche Region das Google-Suchvolumen berechnet wird, da SEMrush die Daten standortbezogen ausgibt und regionale Unterschiede in der Suchnachfrage berücksichtigt.
  • Schritt 3 – Keyword Magic Tool für umfangreiche Recherchen nutzen:
    Im Keyword Magic Tool wird eine thematische Seed-Phrase eingegeben, woraufhin SEMrush eine strukturierte Liste relevanter Keyword-Ideen erzeugt. Diese lässt sich nach Suchvolumen, Mindestnachfrage oder weiteren Metriken filtern, sortieren und für die weitere SEO-Planung in Keyword-Listen übernehmen oder exportieren.
  • Schritt 4 – Wettbewerber-Keywords analysieren:
    Über die Organische Recherche wird eine Wettbewerber-Domain untersucht, um deren organische Keywords inklusive Search Volume einzusehen. So lassen sich Suchbegriffe mit hohem Volumen identifizieren, für die Konkurrenzseiten bereits ranken, und gezielt in die eigene Keyword-Strategie integrieren.
  • Schritt 5 – Datenquelle und Schätzlogik einordnen:
    SEMrush berechnet das Suchvolumen als 12-Monats-Durchschnitt und aktualisiert die Werte regelmäßig auf Basis von Clickstream-Daten, Drittanbieter-Quellen und maschinellen Lernmodellen, die mit Google-Trends-Daten abgeglichen werden, um eine möglichst realistische Abbildung der Google-Suchnachfrage zu liefern.

Warum unterscheidet sich das Google Suchvolumen in den Keyword-Recherche Tools?

Das Google-Suchvolumen unterscheidet sich je nach Tool, weil verschiedene Anbieter keine identischen Rohdaten auslesen, sondern Suchnachfrage mithilfe eigener Datenquellen, Schätzmodelle und Interpretationslogiken berechnen.

Die angezeigten Werte sind daher keine exakten Messungen, sondern modellierte Näherungen, die sich je nach Methodik deutlich voneinander unterscheiden können.

  1. Grund: Unterschiedliche Datenquellen und Berechnungsmodelle
  2. Grund: Abweichende Keyword-Gruppierung, Zeiträume und Einstellungen
  • Datenbasis und Modellierung:
    Viele SEO-Tools greifen zwar auf Google-Ads-Daten als Ausgangspunkt zurück, reichern diese jedoch mit eigenen statistischen Verfahren, Machine-Learning-Algorithmen sowie externen Quellen wie Clickstream- oder Panel-Daten an. Dadurch entstehen individuelle Suchvolumen-Schätzungen, die sich bewusst von den Werten anderer Tools unterscheiden. Zudem nutzen Anbieter unterschiedliche Gewichtungen und Aktualisierungsintervalle, wodurch saisonale Effekte oder kurzfristige Trends je nach Tool stärker oder schwächer im Suchvolumen abgebildet werden.
  • Keyword-Logik und Ausgabekontext:
    Ein weiterer zentraler Unterschied liegt in der Behandlung von Keyword-Varianten und Einstellungen. Der Google Keyword Planner fasst ähnliche Begriffe wie Singular, Plural oder Schreibvarianten zu Keyword-Clustern zusammen und weist ein gemeinsames Volumen aus, während andere Tools diese Varianten separat darstellen oder das Volumen anders verteilen. Zusätzlich beeinflussen Faktoren wie gewähltes Land, Sprache, Geräte-Typ (Desktop vs. Mobile) und Suchnetzwerk die Berechnung, sodass bereits kleine Abweichungen in den Einstellungen zu deutlich unterschiedlichen Suchvolumen-Werten führen können.

Ist das Suchvolumen im Google Keyword Planner immer exakt?

Nein, das Suchvolumen im Google Keyword Planner ist nicht immer exakt, sondern stellt eine gerundete und teilweise modellierte Schätzung der durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen dar.

Der Keyword Planner ist primär ein Tool für Google Ads und zeigt Suchvolumen häufig nur als Bandbreiten an, insbesondere bei Konten ohne nennenswerte Werbeausgaben, wodurch die Zahlen des Suchvolumens an Präzision verlieren.

Zusätzlich fasst Google ähnliche Keyword-Varianten wie Singular und Plural, Schreibweisen oder Wortreihenfolgen zu Keyword-Gruppen zusammen, sodass das ausgewiesene Volumen nicht zwingend einem einzelnen Suchbegriff entspricht. Methodisch basiert der Wert zudem auf einem Mehrmonatsdurchschnitt, wodurch kurzfristige Trends, Saisonalität oder plötzliche Nachfragespitzen nur verzerrt abgebildet werden. Erfahrungswerte aus SEO- und Ads-Analysen zeigen außerdem, dass die im Planner ausgewiesenen Suchvolumina teils deutlich von realen Impressionen abweichen können.

Entsprechend sollte das ermittelte Suchvolumen im Google Keyword Planner als Orientierungsgröße verstanden und stets im Kontext von Wettbewerb, Suchintention und ergänzenden SEO-Tools interpretiert werden.

Kann man kostenlos das Google Suchvolumen ermitteln?

Ja, das Google-Suchvolumen lässt sich kostenlos ermitteln, allerdings nur eingeschränkt und ohne die Genauigkeit und Tiefe professioneller SEO-Tools.

Kostenfreie Lösungen liefern in der Regel Näherungswerte oder relative Indikatoren für die Nachfrage nach Keywords und eignen sich vor allem für erste Einschätzungen, nicht jedoch für datengetriebene SEO-Langzeitstrategien.

Was ist ein gutes Suchvolumen bei Google?

Ein gutes Suchvolumen bei Google ist kein fixer Zahlenwert, sondern ein Keyword-Bereich, bei dem Suchnachfrage, Wettbewerb und Suchintention in einem realistischen Verhältnis zur Stärke der eigenen Website stehen.

Als allgemeiner Richtwert gelten für viele SEO-Projekte Keywords mit etwa 100 bis 1.000 monatlichen Suchanfragen, da sie ausreichend Nachfrage bieten und gleichzeitig oft eine überschaubare Keyword-Difficulty aufweisen.

Für neue oder schwächere Domains sind insbesondere Longtail-Keywords mit dreistelligem Suchvolumen sinnvoll, weil sie gezielter auf die Nutzerintention einzahlen und leichter in den Top-Positionen der SERPs ranken.

Etablierte Websites mit höherem Domain-Rating und größerer Autorität können hingegen auch ermittelte Keywords mit 1.000 bis 10.000 Suchen pro Monat oder darüber hinaus in Betracht ziehen, sofern der Wettbewerb beherrschbar bleibt.

In spezialisierten Branchen wie B2B oder in klar abgegrenzten Nischen können bereits 50 bis 200 Suchanfragen pro Monat wirtschaftlich relevant sein, wenn die Suchintention präzise ist und der potenzielle Lead- oder Conversion-Wert hoch liegt.

Entscheidend ist daher weniger die absolute Zahl, sondern ob sich für ein Keyword realistische Top-Rankings erzielen lassen und Faktoren wie Wettbewerb, SERP-Features und Nachfrageentwicklung die tatsächliche SEO-Strategie unterstützen.

Ist hohes Suchvolumen immer ein gutes SEO-Signal?

Nein, ein hohes Suchvolumen ist kein verlässliches SEO-Signal, sondern zeigt lediglich eine hohe Nachfrage, ohne Aussagekraft über Ranking-Chancen, Traffic-Qualität oder Conversion-Potenzial zu liefern.

Keywords mit sehr hohem Suchvolumen sind häufig stark umkämpft, da die entsprechenden SERPs meist von etablierten Marken, autoritären Domains und umfangreichen Content-Hubs dominiert werden, was die Eintrittsbarriere erheblich erhöht.

Zudem weisen generische High-Volume-Keywords oft eine diffuse Suchintention auf, wodurch zwar Reichweite entsteht, der Traffic jedoch selten zielgerichtet ist und entsprechend schlechter konvertiert. Für leistungsstarke Websites mit hoher Domain-Autorität kann sich der Einsatz solcher Keywords dennoch lohnen, etwa zur Steigerung von Sichtbarkeit und Markenbekanntheit, sofern Angebot, Content-Tiefe und Nutzerintention klar übereinstimmen.

In der Praxis sind jedoch Kennzahlen wie Keyword-Difficulty, Suchintention, SERP-Struktur und erwartete Conversion-Rate mindestens ebenso entscheidend, da ein Keyword mit moderatem Volumen und realistischen Top-3-Rankings oft mehr nachhaltigen SEO-Wert erzeugt als ein hochvolumiger Begriff ohne Ranking-Perspektive.

Welche Rolle spielen Long-Tail-Keywords für die Google-Suchmaschinenoptimierung?

Long-Tail-Keywords spielen in der Google-Suchmaschinenoptimierung eine zentrale Rolle, weil sie gezielten, nutzerorientierten Traffic erzeugen und gleichzeitig deutlich bessere Ranking-Chancen als generische Suchbegriffe bieten.

Dabei handelt es sich um längere, thematisch präzise Suchphrasen mit meist drei oder mehr Wörtern, die eine klare Suchintention widerspiegeln und sich deutlich von stark umkämpften Head-Keywords unterscheiden.

Durch das geringere Wettbewerbsniveau lassen sich Long-Tail-Keywords insbesondere für neue oder kleinere Websites effizient besetzen, wodurch schnell Sichtbarkeit in den SERPs entsteht. Gleichzeitig konvertieren diese Suchanfragen überdurchschnittlich gut, da Nutzer mit konkreten Bedürfnissen häufig näher an einer Kauf-, Anfrage- oder Entscheidungsphase stehen.

Obwohl jede einzelne Long-Tail-Suche nur ein begrenztes Suchvolumen aufweist, kann eine Website zu einer Vielzahl semantisch verwandter Varianten ranken und so in Summe signifikanten organischen Traffic aufbauen.

Aus diesem Grund kombinieren professionelle SEO-Strategien strategische Hauptkeywords mit einer breiten Long-Tail-Basis, um Reichweite, Relevanz und nachhaltige Performance in der Google-Suche systematisch zu steigern.

Beispiel von Long-Tail Keywords anhand Fahrrad

Wie hilft AnswerThePublic bei der Keyword-Recherche für Long-Tail Begriffe?

AnswerThePublic unterstützt die Long-Tail-Keyword-Recherche, indem das Tool reale Nutzer-Suchanfragen aus Autocomplete-Daten sammelt, thematisch clustert und als suchintenzionsstarke Fragen- und Phrasen-Kombinationen visualisiert.

Dazu greift AnswerThePublic auf Auto-Suggest-Daten von Suchmaschinen wie Google, Bing oder YouTube zurück und bildet aus einem Seed-Keyword konkrete Suchanfragen, die Nutzer tatsächlich eingeben. Diese werden übersichtlich in Kategorien wie Questions, Prepositions, Comparisons, Alphabetical und Related aufgeteilt, wodurch sich Themenfelder und semantische Zusammenhänge schnell erfassen lassen.

Besonders für Long-Tail-Keywords ist dieser Ansatz wirkungsvoll, da die ausgegebenen Phrasen meist länger, spezifischer und mit klarer Suchintention verbunden sind, was geringeren Wettbewerb und höhere Conversion-Wahrscheinlichkeit begünstigt.

Wie nutzt man die Google Search Console zur Volumenschätzung?

Die Google Search Console wird zur Volumenschätzung genutzt, indem die im Leistungsbericht ausgewiesenen Impressionen eines Keywords als praxisnahe Annäherung an das tatsächliche Suchvolumen interpretiert werden.

Da die Search Console kein klassisches Suchvolumen für Keywords ausgibt, basiert die Schätzung auf dem Grundprinzip, dass jede Impression eine Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen widerspiegelt.

Befindet sich eine Seite für ein Keyword dauerhaft auf den Positionen 1 bis 3, nähern sich die Impressionen im gewählten Zeitraum dem realen Suchvolumen an. Für die Anwendung wird im Bereich Leistung → Suchergebnisse ein definierter Zeitraum ausgewählt, die Metrik Impressionen aktiviert und das Keyword über einen Filter als exakte Suchanfrage analysiert, sodass sich aus den angezeigten Werten ein Monatsdurchschnitt ableiten lässt.

Liegt die durchschnittliche Ranking-Position niedriger, stellen die Impressionen lediglich eine Untergrenze der tatsächlichen Nachfrage dar, da nicht jede Suchanfrage eine Sichtbarkeit erzeugt.

Warum haben ähnliche Keywords unterschiedliches Suchvolumen?

Ähnliche Keywords weisen unterschiedliches Suchvolumen auf, weil Nutzerverhalten, Tool-Logiken und kontextuelle Einflüsse dazu führen, dass einzelne Formulierungen unterschiedlich häufig in Google eingegeben und von Tools verschieden gemessen werden.

Obwohl zwei Keywords semantisch nahezu identisch sind, bevorzugen Nutzer bestimmte Schreibweisen, Wortreihenfolgen oder Zusätze wie Singular versus Plural, lokale Bezüge oder transaktionale Begriffe, was sich direkt auf die reale Suchhäufigkeit auswirkt.

Gleichzeitig bündelt Google im Keyword Planner sogenannte nahe Varianten häufig zu gemeinsamen Keyword-Clustern, während SEO-Tools dieses Gesamtvolumen unterschiedlich auf einzelne Keywords aufteilen oder granularer trennen.

Zusätzlich verstärken abweichende Datenquellen, Zeiträume, Rundungen und Schätzmodelle der Keyword-Tools diese Unterschiede in der Anzeige. Saisonale Effekte, Trends oder mediale Impulse können einzelne Keyword-Varianten temporär begünstigen, während nahezu gleiche Formulierungen weniger stark nachgefragt werden.

Das unterschiedliche Suchvolumen ähnlicher Keywords ist daher kein Widerspruch, sondern das Ergebnis aus realem Suchverhalten, technischer Gruppierung und methodischer Volumenmodellierung.

Warum ähnliche Keywords unterschiedliche Suchvolumen haben

Wie unterscheiden sich Google- und Bing-Suchvolumen?

Google- und Bing-Suchvolumen unterscheiden sich deutlich, weil beide Suchmaschinen unterschiedliche Marktanteile, Nutzerstrukturen und Messlogiken aufweisen.

Google dominiert den globalen Suchmarkt mit einem wesentlich höheren Anteil an Suchanfragen, weshalb identische Keywords dort nahezu immer ein signifikant größeres absolutes Suchvolumen erreichen als bei Bing.

Kriterium Google Suchvolumen Bing Suchvolumen
Marktanteil Sehr hoher globaler Marktanteil, dominierende Suchmaschine weltweit Deutlich geringerer Marktanteil, meist im einstelligen Prozentbereich
Absolutes Suchvolumen In der Regel deutlich höheres Suchvolumen pro Keyword Meist wesentlich geringeres absolutes Suchvolumen
Nutzerstruktur Breite Nutzerschaft mit starkem Mobile- und Consumer-Fokus Häufig stärker im Desktop-, B2B- und Unternehmensumfeld
Ökosystem Google Search, Android, Chrome, Google Assistant Windows, Microsoft Edge, Microsoft 365, Copilot
Thematische Schwerpunkte Lifestyle, E-Commerce, lokale und mobile Suchen B2B-Themen, Software, berufliche und informationsgetriebene Suchen
Mess- und Clusterlogik Eigene Keyword-Cluster, SERP-Features und Suchintentionen Abweichende Zähl-, Cluster- und Reporting-Methoden
Wettbewerbsniveau (SEO/SEA) Hoher Wettbewerb bei vielen Keywords Oft geringerer Wettbewerb und niedrigere Klickpreise
SEO-Relevanz organische Sichtbarkeit Ergänzendes Potenzial für zusätzliche Reichweite
SEA-Potenzial Hohe Reichweite, häufig höhere CPCs Geringere Reichweite, oft kosteneffizientere Klicks

Wie ermittelt man das Suchvolumen in Bing?

Das Suchvolumen in Bing wird ermittelt, indem primär der Microsoft Advertising Keyword-Planer genutzt wird, der durchschnittliche monatliche Suchanfragen für Keywords auf Basis von Bing-Daten ausweist. Nach dem Login in ein kostenloses Microsoft-Advertising-Konto lassen sich im Keyword-Planer neue Keywords recherchieren oder bestehende Listen analysieren, ähnlich wie mit dem Google Keyword-Planner.

Warum ist Suchvolumen allein kein Erfolgsindikator?

Suchvolumen allein ist kein verlässlicher Erfolgsindikator, weil es lediglich die Nachfrage nach einem Keyword abbildet, jedoch weder Ranking-Realität, Klickwahrscheinlichkeit noch Conversion- oder Umsatzpotenzial für Unternehmen berücksichtigt.

Die Suchvolumen-Kennzahl zeigt ausschließlich, wie häufig ein Begriff gesucht wird, nicht aber, ob eine Website tatsächlich sichtbar ist, organische Klicks erzielt oder Nutzer zu Leads und Kunden konvertieren. Zudem basieren viele Suchvolumen-Werte auf Schätzungen oder Jahresdurchschnitten, wodurch saisonale Spitzen, kurzfristige Trends und Nachfrageverschiebungen unzureichend erfasst werden. Umgekehrt können Keywords mit geringerem Volumen, klarer Suchintention und niedriger Konkurrenz deutlich mehr qualifizierten Traffic erzeugen.

Wie beeinflusst die SERP-Struktur das reale Klickpotenzial eines ermittelten Keywords?

Die SERP-Struktur beeinflusst das reale Klickpotenzial eines Keywords maßgeblich, weil sie bestimmt, welcher Anteil des theoretische ermittelten Suchvolumens tatsächlich in organische Klicks umgewandelt wird.

  1. Einflussfaktor: SERP-Features und visuelle Elemente
  2. Einflussfaktor: Suchintention und daraus resultierende Layouts
  3. Einflussfaktor: Zero-Click-Strukturen und Informationsabdeckung
  • SERP-Features und Aufmerksamkeit: Oberhalb der organischen Treffer platzierte Elemente wie Google Ads, Shopping-Boxen, Featured Snippets, Local Packs, Maps oder AI-Overviews ziehen einen erheblichen Teil der Aufmerksamkeit auf sich und reduzieren die organische Klickrate selbst für Position 1. Dadurch verschiebt sich das Klickpotenzial je nach Intent entweder in Richtung Zero-Click-Nutzung oder in den bezahlten Bereich.
  • Zero-Click-Effekte: Zero-Click-SERPs liefern Nutzern Antworten direkt auf der Ergebnisseite, etwa bei Definitionen, Wetterdaten, Übersetzungen oder Rechenanfragen, wodurch der Bedarf an externen Klicks deutlich sinkt.

Welchen Einfluss haben Featured Snippets und AI Overviews auf organische Klicks in Google?

Featured Snippets und AI Overviews verändern die Klickverteilung in den Google-Suchergebnissen grundlegend, da sie Antworten direkt in der SERP präsentieren und damit einen wachsenden Anteil der Nutzerinteraktionen von klassischen organischen Treffern abziehen.

Beide Elemente erhöhen die Sichtbarkeit einzelner Inhalte, führen gleichzeitig jedoch zu mehr Zero-Click-Suchen, bei denen Nutzer keine Website mehr besuchen, weil ihre Informationsbedürfnisse bereits auf der Suchergebnisseite erfüllt werden.

Kriterium Featured Snippets AI Overviews (KI-Antworten)
Position in der SERP Oberhalb der organischen Ergebnisse („Position 0″) Sehr prominent, meist ganz oben über Ads und organischen Treffern
Inhaltliche Funktion Gibt eine kurze, direkte Antwort aus einer einzelnen Quelle Fasst Inhalte mehrerer Quellen zu einer aggregierten Antwort zusammen
Einfluss auf CTR Erhöht CTR für das Snippet selbst, senkt sie für andere Rankings Senkt die CTR vieler organischer Treffer gleichzeitig
Zero-Click-Effekt Mittel bis hoch, je nach Informationsgrad der Antwort Sehr hoch, da Antworten oft vollständig sind
Profiteure Die Seite im Snippet Einzelne verlinkte Quellen innerhalb der AI-Antwort
Auswirkung auf andere Seiten Verdrängung der darunterliegenden Listings Starke visuelle Verdrängung fast aller organischen Treffer
SEO-Herausforderung Snippet-Besitz statt reines Top-Ranking Sichtbarkeit trotz KI-Zusammenfassung sichern
Strategische Reaktion Snippet-optimierte Inhalte (FAQs, klare Antworten) Fokus auf Autorität, Marke, Expertise und Multichannel-Strategien

André Schäfer

André Schäfer ist Geschäftsführer von sagemedia GmbH und entwickelte die Organic-Ovation Methode zur Suchmaschinenoptimierung. Mit dieser Methode gewann er 2021 den SEO-Contest um das Keyword „Contentbär“. Seit 2008 optimiert André Unternehmenswebsites für Google-Sichtbarkeit und erreicht für Kunden nachweisbare Top-10-Rankings in umkämpften Branchen.

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